Gemeinsame Mutterschaft: Die ROPA-Methode

babywunsch-kosten

Die ROPA – Methode

Gemeinsame Mutterschaft 

Wir bieten die ROPA-Methode für lesbische Paare an, eine Form der Reproduktionsmedizin, die es ermöglicht, dass beide Partnerinnen biologische Eltern werden. Die ROPA-Methode ist in Österreich zugelassen und bietet lesbischen Paaren eine legale Möglichkeit zur gemeinsamen Mutterschaft.

Wir freuen uns, Ihnen die ROPA-Methode für lesbische Paare vorstellen zu können. Die ROPA-Methode, auch bekannt als Partnerspende, ermöglicht es beiden Partnerinnen eines lesbischen Paares, biologisch oder genetisch an der Entstehung ihres gemeinsamen Kindes teilzuhaben. Als führende Klinik in Graz bieten wir die ROPA-Methode an und legen dabei besonderen Wert darauf, den für unsere Paare am besten geeigneten Behandlungsweg zu wählen – sowohl körperlich, finanziell als auch seelisch.

Vorteile ROPA Methode

Gemeinsame Mutterschaft

Für viele Partnerinnen bietet die ROPA-Methode einen herausragenden Vorteil: die Möglichkeit einer doppelten Mutterschaft.

Diese Erfahrung stärkt die Bindung beider Partnerinnen zum Kind und ermöglicht eine intensive emotionale Verbindung. Zusätzlich zu diesem emotionalen Gewinn ist auch der medizinische Nutzen von großer Bedeutung: Häufig verfügt eine der Partnerinnen über Eizellen von besonders hoher Qualität oder einen Uterus mit erhöhten Erfolgschancen für die Schwangerschaft.

Durch die Berücksichtigung dieser individuellen Faktoren kann die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft deutlich erhöht werden.

zum erstgespräch
Doppelte Mutterschaft
Erfolgsquote
Rechtliches
Ablauf

Genetische und Biologische Mutter

  • Die Auswahl der Eizellspenderin erfolgt basierend auf der besseren Eizellqualität und der höheren Ovarialreserve, um die Erfolgsaussichten zu optimieren. Meistens ist dies die jüngere Partnerin des Paares. Sie wird als genetische Mutter fungieren, während die Empfängerin, die das Kind austrägt, die Rolle der biologischen oder leiblichen Mutter übernimmt.
  • Die Präferenzen des Paares werden berücksichtigt, jedoch behält der behandelnde Facharzt das Wohl des Kindes im Auge und trifft letztlich die Entscheidung. Selbstverständlich müssen beide Partnerinnen der Behandlung zustimmen. Nur wenn beide Frauen die gleichen Voraussetzungen erfüllen, wird das Paar gemeinsam entscheiden, welche von ihnen die genetische und welche die biologische Mutter sein wird.
  • Es gibt jedoch auch eine alternative Möglichkeit: Wenn beide Partnerinnen die gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllen, können sie die Rollen tauschen. Das bedeutet, dass sie sich gegenseitig und sogar gleichzeitig Eizellen spenden können, um gemeinsam den Kinderwunsch zu erfüllen.

Gleichzeitige Schwangerschaft 

Viele lesbische Paare entscheiden sich dafür, für den reziproken Zyklus nach Spanien oder Portugal zu reisen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass diese Methode auch in Österreich verfügbar ist.

Beim reziproken Zyklus spenden beide Partnerinnen zeitgleich ihre mit dem Spendersamen befruchteten Eizellen der jeweils anderen. Wenn sich beide Embryonen anschließend erfolgreich einnisten, können beide Frauen gleichzeitig schwanger werden. Somit fungieren beide Partnerinnen sowohl als genetische als auch als biologische Mütter für beide Kinder. Der reziproke IVF-Zyklus ermöglicht somit die einzigartige Möglichkeit einer gleichzeitigen Schwangerschaft für beide Partnerinnen.

Erfolgsquote bei der ROPA Methode 

Die Erfolgsrate der ROPA-Methode liegt generell bei etwa 80 Prozent, was sehr hoch ist. Dies liegt daran, dass lesbische Paare in der Regel aus einem anderen Grund als medizinischen zur Kinderwunschklinik kommen und daher oft jünger sind. Dadurch sind ihre Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft bedeutend höher als bei heterosexuellen Paaren, die oft erst spät Hilfe bei Spezialisten suchen, wenn es auf natürlichem Weg nicht funktioniert hat.

Ist die ROPA-Methode in Österreich erlaubt?

Ja, im Gegensatz zu Deutschland hat Österreich die ROPA-Methode im Jahr 2015 gesetzlich genehmigt. Neben Spanien, Portugal und Dänemark ist Österreich eines der wenigen EU-Länder, in denen die ROPA-Methode angewendet werden kann. Seit 2021 ist das Verfahren sogar ohne medizinische Indikation möglich. Normalerweise erlaubt das österreichische Fortpflanzungsgesetz die Eizellspende nur dann, wenn sie für die gewünschte Schwangerschaft unerlässlich ist, beispielsweise bei unzureichender Eizellproduktion der Mutter. Die Spenderin muss zudem jünger als 30 Jahre sein.

Da es sich bei der ROPA-Methode um eine Partnerinnenspende handelt, greift dieses Gesetz nicht. Dennoch müssen drei gesetzliche Voraussetzungen erfüllt sein, um die ROPA-Methode durchführen zu dürfen:

  1. Die Partnerinnen müssen verheiratet oder verpartnert sein oder einen Notariatsakt der Partnerschaft vorlegen.
  2. Es muss ein Notariatsakt für die Verwendung des Samens einer dritten Person (= Fremdsamen) vorliegen.
  3. Beide Partnerinnen müssen sich den notwendigen Voruntersuchungen unterziehen.

Die ROPA-Methode erfreut sich aufgrund ihrer hohen Erfolgsaussichten zunehmender Beliebtheit. Sowohl für das Paar als auch für die Reproduktionsmedizin stellt sie eine bedeutende Option dar, um zwischen hochwertigen Eizellen und einem geeigneten Uterus wählen zu können.

Im weiteren Verlauf gehen wir näher auf diese Behandlungsmethode ein und erläutern wichtige Aspekte.

Ablauf der ROPA Methode

Nach der Kontaktaufnahme und dem Erstgespräch mit unserer Kinderwunschklinik in Graz werden beide Frauen einer gründlichen Untersuchung unterzogen, um mögliche Schwierigkeiten oder Risiken für die Behandlung und die Schwangerschaft frühzeitig zu erkennen. Insbesondere werden die Eizellreserve, die Qualität der Eizellen und der Zustand der Gebärmutter geprüft. Basierend auf diesen Ergebnissen wird eine Empfehlung ausgesprochen, welche der beiden Frauen sich am besten als Spenderin bzw. Empfängerin eignet.

Die Suche nach einem Samenspender beginnt. In Österreich können Paare zwischen einer privaten Spende oder der Spende einer Samenbank wählen. Es ist jedoch immer eine offene (= nicht anonyme) Spende erforderlich, bei der der Spender seine Daten hinterlegt. Dadurch hat das Kind ab dem 14. Lebensjahr die Möglichkeit, den biologischen Vater zu erfahren.

Bevor die Behandlung beginnen kann, muss die In-vitro-Fertilisation mit Samenspende mittels Notariatsakt beglaubigt werden.

Die hormonelle Stimulation und der zeitliche Ablauf werden individuell in der Kinderwunschklinik geplant und detailliert besprochen. Es besteht die Möglichkeit, die Zyklen der beiden Frauen zu synchronisieren, sodass einer Frau die Eizellen entnommen und mit Fremdsamen befruchtet werden können, während ein oder zwei Embryonen der Partnerin zwei bis fünf Tage später eingesetzt werden. Alternativ können Embryonen auch eingefroren (= kryokonserviert) und zu einem späteren Zeitpunkt transferiert werden.

Kinderwunschklinik-Graz-Kinderwunsch-baby

Machen Sie heute den ersten Schritt!

Wir beantworten gerne Ihre Fragen!Vereinbaren Sie ein erstes Beratungsgespräch oder melden Sie sich für unseren kostenlosen Informationsabend an und erfahren Sie mehr über den nächsten Schritt auf Ihrem Weg zur Elternschaft.